Die Taliban verfolgen eine Politik, die schwere Menschenrechtsverletzungen nach sich zieht – insbesondere gegenüber Frauen und Mädchen, was einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form geschlechtsspezifischer Verfolgung gleichkommt. Sie verbieten Frauen und Mädchen den Schulbesuch über die sechste Klasse hinaus und schränken ihre Beschäftigungsmöglichkeiten sowie ihre Bewegungsfreiheit massiv ein, indem sie strikte Kleidervorschriften durchsetzen und Frauen häufig verpflichten, nur in Begleitung eines männlichen Vormunds zu reisen. Bei Verstößen drohen Haftstrafen.

Zudem haben die Taliban eine umfassende Informationszensur eingeführt und Journalist*innen sowie Aktivist*innen willkürlich inhaftiert und gefoltert. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu willkürlichen Festnahmen, Folter und öffentlichen Hinrichtungen. LGBT-Personen sind weiterhin systematischer Verfolgung ausgesetzt.

Dschihadistische Milizen des sogenannten Islamischen Staates verübten zudem Bombenanschläge auf Angehörige der schiitischen Hazara und andere Gruppen, bei denen Hunderte Menschen getötet oder verletzt wurden.

Die diskriminierende Politik der Taliban, der drastische Rückgang internationaler Finanzhilfen sowie Massenabschiebungen aus Iran und Pakistan haben dazu geführt, dass Millionen Afghan*innen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

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