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Proteste in der Innenstadt von Teheran, Iran, am 29. Dezember 2025. © 2025 Fars News Agency/AP Photo

(Beirut, 13. Januar 2026) – Seit dem 8. Januar 2026 haben die iranischen Behörden ihr tödliches Vorgehen gegen Protestierende deutlich verschärft. Glaubwürdigen Berichten zufolge führen Sicherheitskräfte landesweit massenhafte Tötungen durch. Seit dem 8. Januar haben die Behörden eine landesweite Internetsperre verhängt, die zu erheblichen Einschränkungen der Kommunikation geführt hat.

Zivilgesellschaftliche Organisationen und Medien in Iran berichten, dass die Zahl der Todesopfer bereits in die Tausende geht. Die anhaltende Internetsperre erschwert die Überprüfung von Berichten über rechtswidrige Tötungen und andere Menschenrechtsverletzungen erheblich. Human Rights Watch erfasst neue Beweise für Tötungen, darunter Videoaufnahmen aus Leichenhallen und Krankenhäusern sowie Zeugenaussagen.

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sollten Iran dringend auffordern, das Blutvergießen zu stoppen, der von den Vereinten Nationen beauftragten Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission für Iran unverzüglich und ungehinderten Zugang zu gewähren und den Zugang zur globalen Internetverbindung wiederherzustellen.

Die vorherrschende Kultur der systematischen Straflosigkeit hat es den iranischen Behörden ermöglicht, wiederholt Verbrechen nach dem Völkerrecht zu begehen, darunter Mord, Folter, Vergewaltigung und gewaltsames Verschwindenlassen, um Dissident*innen zu beseitigen oder zu bestrafen. Daher ist es besonders wichtig, internationale Aufmerksamkeit zu erregen und Beweise zu sammeln und aufzubewahren, um künftige Strafverfolgungen zu ermöglichen, so Human Rights Watch.

Das folgende Zitat stammt von Philippe Bolopion, Geschäftsführender Direktor von Human Rights Watch:

„Trotz der landesweiten Internetsperre erreichen uns weiterhin Berichte über die massenhaften Tötungen von Protesteierenden durch iranische Sicherheitskräfte und andere abscheuliche Übergriffe und Verbrechen. Den Inhaftierten drohen geheime, willkürliche Hinrichtungen, da die Behörden die Demonstranten als „Feinde Gottes“ bezeichnet haben, was mit der Todesstrafe geahndet wird. Der UN-Sicherheitsrat und der Menschenrechtsrat sollten sich dringend mit den eskalierenden Gräueltaten befassen und die iranischen Beamten und Sicherheitskräfte daran erinnern, dass sie eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden.“

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